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Antibiotika: Der Störenfried für unsere Darmflora

11.12.2018 12:18

Antibiotika: Der Störenfried für unsere Darmflora

Googelt man die Begriffe „Antibiotika + Darm“, so wird man nicht nur mit über 3,5 Mio. Ergebnissen konfrontiert, sondern erkennt, dass dieses Thema scheinbar viele Menschen bewegt wie z.B. auch Dr. Sofia Förslund.



Die schwedische Forscherin geht am Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) in Berlin den Wechselwirkungen zwischen Mensch und Mikrobiom auf den Grund, und untersucht, wie sich Breitband-Antibiotika auf das Zusammenspiel der Darmbakterien auswirkt.

Mit ihrem internationalen Team konnte sie in einer Studie aufzeigen, dass sich das Mikrobiom ca. 6 Monate nach der Einnahme von Antibiotika zwar fast erholt hat, aber dennoch nicht ganz, denn: ein paar der früheren Bakterienarten fehlten. “Auch die Anzahl der Resistenz-Gene hatte sich in den Bakterien erwartungsgemäß erhöht“, berichtet Dr. Förslund.

Durch den scheinbar permanenten Verslust einzelner Bakterienarten und dem Anstieg von Resistenz-Genen bestätigt die MDC-Studie einmal mehr, welche ernsten gesundheitlichen Folgen die Verabreichung von Antibiotika haben kann. 

Ein verantwortungsvoller Einsatz und auch die Berücksichtigung des empfindlichen Mikrobioms wird daher seitens der Forscher gefordert.

Übrigens… wir dürfen mittlerweile schon auf das nächste Studienergebnis gespannt sein: Geplant ist der Einfluss von Antibiotika auf das Mikrobiom der Lunge. 

 

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