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Winter(bade)zeit: Eisbaden und gesunde Alternativen

15.12.2018 17:56

Winter(bade)zeit: Eisbaden und gesunde Alternativen

Pfarrer Kneipp hat es uns seiner Zeit in der eiskalten Donau vorgemacht: Baden im Eiswasser oder Poolschwimmen im Winter. Zugegeben der Stoffwechsel wird aktiviert und kommt in Schwung, zugleich ist das Eisbaden auch nur etwas für besonders Hartgesottene und absolut Herz-Kreislauf-Gesunde.



Winterbaden – das ist berücksichtigen

Zählt man sich zur ersten Kategorie, so ist es wichtig, dass man nicht länger als wenige Sekunden oder Minuten im Wasser verweilt. Schließlich soll das Winterbad der Gesundheit dienen und diese nicht gefährden. Aus diesem Grund ist es auch immens wichtig, sich vor dem Sprung ins eiskalte Nass sich zuvor gut aufzuwärmen. Am besten durch wärmende Kleidung oder durch etwas Bewegung. Das Risiko einer Unterkühlung wird so minimiert. Ebenso ratsam ist es, nicht alleine das Winterbad durchzuführen – Begleitpersonen oder eine Schwimmgruppe kann im Falle des Falles hilfreich sein.

Die gesunden Alternativen

Aber welche Möglichkeiten hat man alternativ zum Eisbaden? Eine Methode wäre das Wechselbad in der Sauna oder die kalte Dusche. Menschen mit Bluthochdruck, Herzproblemen oder Ältere sollten dies möglichst moderat und am besten nur an Händen und Füße praktizieren. Wichtig ist, nicht in Extreme zu verfallen. Hier gilt: Langsam beginnen und ganz allmählich die Kältebehandlung über den gesamten Bereich der Extremitäten steigern.

Eine weitere Option ist eine zweite Methode: Mit beiden Händen einen Eisbeutel oder eine eiskalte Edelstahl-Thermoskanne aus dem Eisfach nehmen, mit beiden Händen festhalten und folgende Übung regelmäßig durchführen: Bewegen Sie den Kopf langsam vor und zurück (nicht zu schnell, damit keine Nackenverletzungen entstehen). Da unsere Hände nach den Lippen die zweitwichtigsten Sensoren für Kälteempfinden sind, wird dem Gehirn über die Hände signalisiert, dass es so kalt ist, dass die braunen Fettzellen nun erhöht verbrennt werden können.

Durch all diese Methoden kann unsere körpereigene Heizung so in Gang kommen und zusätzliche Energie verbrauchen. In der Ernährungswissenschaft spricht man daher auch gerne vom thermogenen Lebensstil oder frei nach Pfarrer Kneipp „Abhärtung“.