• Fette

Fette

Treibstoff fürs Gehirn.

Fette

Fett ist nicht nur ein hochwertiger Energielieferant und sorgt für ein natürliches Sättigungsgefühl. Es ist neben Protein einer der wichtigsten Makronährstoffe für die Zellerneuerung – und ein wichtiger Teil der ketogenen Ernährung. Denn sind alle Zuckerspeicher im Körper erschöpft, geht es ans Fett. Ob gespeichert oder mit der Nahrung aufgenommen: Fett ist die Grundlage für die Bildung von Ketonkörpern, die wiederum als hocheffiziente Energiequelle dienen – vor allem für unser Gehirn. Aber: Welche Fette sind nun besonders geeignet – und welche weniger?



Tierisches Fett, gutes Fett.

Ernährungsphysiologisch am günstigsten für den menschlichen Organismus sind tierische Fette, z.B. Butter oder das Fett in einem durchwachsenen Stück Fleisch. Tierische Fette gelten in allen traditionellen Kulturen seit Jahrtausenden als Ausdruck des Wohlstandes und Wohlergehens. Nur in den westlichen Industrienationen haben sie dank der infamen Kampagne der Zucker- und Margarineindustrie in den letzten Jahrzehnten an Wertschätzung eingebüßt, ja sind sogar fälschlicherweise als krankmachend in Mißkredit gebracht worden. Im Time Magazin vom Juni 2014 dagegen heißt es: Eat Butter! Scientists labeled fat the enemy. Why they were wrong – “Eßt Butter! Wissenschaftler haben Fett als Feind gebrandmarkt. Warum sie falsch lagen“.

Die Fettsäuren tierischer Fette enthalten besonders viele Wasserstoffatome – sprich sie sind mit ihnen gesättigt sprich hydrogeniert – sie liefern somit die meiste Energie, da die Synthese des universellen Energieträgermoleküls AdenosinTriPhosphat (ATP) durch die Verfügbarkeit von Wasserstoffionen bzw. Protonen limitiert ist. Gleichzeitig haben Wasserstoffionen beste biologische Verfügbarkeit. Dadurch sind gesättigte Fettsäuren leicht verdaulich und werden bereits bei der Aufnahme aus dem Darm anders behandelt als ungesättigte Fettsäuren, bei denen vor allem die mehrfach ungesättigten leicht oxidieren und dadurch uneffektiv werden. Tierische Fette – aber auch einige pflanzliche Fette, wie z.B. Kokos- und Palmöl – werden vom Körper ganz anders absorbiert und verarbeitet, als die meisten anderen Pflanzenöle, die zum größten Teil aus ungesättigten Fettsäuren bestehen.



Hochwertige pflanzliche Fette: Kokos- und Palmöl sowie Olivenöl.

Eines der hochwertigsten pflanzlichen Öle, die uns zur Verfügung stehen, ist Kokosöl: Ein großer Teil seiner Fettsäuren besteht aus mittelkettigen gesättigten Fettsäuren (medium-chain-triglycerides – MCTs) und diese können ohne Umweg über die Verdauung und ohne Zuhilfenahme von Lipo-Transportproteinen wie Chylomikronen – d.h. sehr schnell und unkompliziert – vom Körper aufgenommen und in der Leber zu Ketonkörpern weiterverarbeitet werden. Einmal ins Blut ausgeschüttet, erreichen diese vergleichsweise schnell das Gehirn und liefern die benötigte Energie. Da Kokosöl zudem wohlschmeckend ist und auch bei hohen Temperaturen nicht in der Pfanne verbrennt, ist es sehr vielseitig – und ein wichtiger Bestandteil der ketogenen Küche.

Ein ebenso hochwertiges Öl: Olivenöl. Kalt gepresst besteht es zum größten Teil aus einfach ungesättigten Fettsäuren, die sich positiv auf den Cholesterinspiegel auswirken. Da Olivenöl sehr aromatisch und nur begrenzt hitzebeständig ist, bietet es sich vor allem für mediterrane Salate und zum kurzen Anbraten an.

Erfahren Sie jetzt, wie Sie Ihren Fettstoffwechsel auf Trab bringen – und lesen Sie mehr über das Stoffwechselprogramm dr.reinwald metabolic regulation®.

 

 

Märchen vom bösen Fett und vom guten Getreide >

Wie die Agrarindustrie es schaffte, uns krank zu machen.

dr.reinwald metabolic regulation®>

Die Unterschiede zu anderen Ernährungsprogrammen

Rezept: Tomaten-Feta-Frittata >

Das perfekte Keto-Frühstück