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Prinzip

Zurück zu unserer ernährungs-
physiologischen Herkunft

Prinzip

Weshalb sind immer mehr Menschen mit „Zivilisationskrankheiten“ konfrontiert? Wir werden immer kränker. Sogar kleine Kinder sind zunehmend betroffen. Allergien, Lebensmittelunverträglichkeiten, Rheuma und andere entzündliche Erkrankungen, Herz-Kreislauf-Beschwerden, Fettleibigkeit, Diabetes, Alzheimer und Krebs: vor allem chronische Krankheiten haben in den vergangenen 50 Jahren rasant zugenommen. Warum? Nicht nur, weil wir einen Lebensstil pflegen, der unserer Gesundheit massiv schadet: zu viel Sitzen, zu wenig Bewegung, zu viel Stress, nicht zu vergessen die Umweltbelastung, sondern vor allem auch, weil wir uns grundlegend falsch ernähren – nämlich kohlenhydrat- und zuckerreich, oft in Form von Fast Food und kombiniert mit schlechten Billigölen. Dabei liegt die Antwort nach der richtigen Wahl der Lebensmittel fast schon auf der Hand – wir müssen uns nur unserer Herkunft als menschliche Spezies und unserer Vorfahren bewusst werden.



Die optimale Ernährung für den menschlichen Organismus.

Die ketogene Ernährung hat eine einfache ernährungsphysiologische Grundlage: nämlich die Erkenntnis, dass das genetische Profil des modernen Menschen immer noch dasselbe ist wie vor 13.000 Jahren, als der Mensch noch, wie all die Jahrhunderttausende vorher, als Jäger und Sammler lebte. Mit dem Beginn des Ackerbaus in Mesopotamien und erst recht seit der industriellen Revolution zur Mitte des 19. Jhdts. hat sich unser Lebensstil drastisch verändert – und mit ihm die Art, wie wir uns ernähren. Das Problem dabei ist: Eine entsprechende Anpassung unserer Gene kann in einem solch kurzen Zeitraum überhaupt nicht stattfinden und schon gar nicht mit Blick auf die Entwicklung der letzten Jahrzehnte. Hinzu kommen epigenetische Faktoren, d.h. Umwelt- und Lifestyle-Stressoren. Und hier stehen allen voran „Western Diet“, emotionaler Streß und Umwelttoxine. Vom Standpunkt unserer genetischen Blaupause (Primal Blueprint) aus gesehen sind wir ernährungsphysiologisch auch heute noch Jäger und Sammler. D.h. wir benötigen ein Mindestmaß an artgerechter Bewegung. Und, um langfristig gesund und fit zu sein, sollte sich unsere optimale Nährstoffzufuhr in erster Linie aus Fetten und Proteinen nebst zuckerarmen Beilagen zusammensetzen. Genau hier setzt die ketogene Ernährung an.

 

 

 

Die Bestandteile der ketogenen Ernährung.

Die Basis dieser ursprünglichen Ernährungsform bilden hochwertige, wunderbar sättigende und schmackhafte tierische Proteine und Fette, wie beispielsweise Fleisch, Fisch, Eier und Butter. Kombiniert werden diese mit kohlenhydratarmem Gemüse und Salaten. Obst (im Ganzen), Nüsse und Milchprodukte (vor allem fermentierte) und Käse sind ebenfalls erlaubt – letztere jedoch nur in Vollfettstufe und wie alles maßvoll. Kohlenhydratreiche Nahrungsmittel wie Brot, Müsli, Pasta, Pizza, Reis, Hülsenfrüchte und Kartoffeln werden so weit als möglich vermieden, zumindest aber drastisch reduziert – und raffinierter Zucker und zuckerhaltige Sodadrinks sind ohnehin tabu.



Ketonkörper und Ketose: Perfekte Energieversorgung und optimaler Stoffwechsel.

Aufgrund der typisch westlichen kohlenhydrat- und zuckerreichen Mischkost von heute ist der Stoffwechsel vieler Menschen fehlgeprägt und auf die Verbrennung von Glucose und die Einlagerung von Fett eingestellt. Im Grund essen wir von dem Makronährstoff am meisten, der wir ernährungsphysiologisch am wenigsten brauchen, nämlich Kohlenhydrate. Unser Körper kann aber die Glucose, die er benötigt, aus den Nicht-Kohlenhydratvorstufen Laktat und Glycerol sowie den glucogenen Aminosäuren über die Gluconeogenese selbst herstellen. Doch leider glaubt man selbst in weiten Teilen der Medizin immer noch, dass der Treibstoff des Gehirns ausschließlich Glucose sei und nur in Hungerzeiten Ketonkörper als Notersatz dienen. Die Wahrheit ist jedoch, dass die Zuckerdominanz in unserer Ernährung zu einer Degeneration unseres Gehirnstoffwechsels geführt hat, der ähnlich wie der Abbau von Muskeln aufgrund von zu wenig Bewegung nur noch über einen „Muskelkater“ des Gehirns (Ketoadaptionskrise) und erst in Hungerzeiten wieder in der Lage ist, auf andere Energiequellen wie die Ketonkörper zurückzugreifen. Das heißt, das Gehirn hat durch die Dauerüberfrachtung mit Zucker die Fähigkeit verlernt einfach von einem Treibstoff auf den anderen zu switchen. Diese Neubildung von Enzymen zur Nutzung von Ketonen als Treibstoff bezeichnet man in der Fachwelt übrigens als Ketoadaption. Ist eine reibungslose Ketoadaption einmal erreicht, dann werden aus Fettsäuren nicht nur sogenannte Ketonkörper hergestellt, sondern können wieder von den meisten Geweben im Organismus als Energiequelle verwertet werden – vor allem auch dem Gehirn. In diesem Zustand der Ketose ist der Körper darauf optimiert, Fett als Energiequelle zu nutzen – und kann überschüssiges Körperfett hervorragend abbauen. Und: Ketonkörper sind auch noch „gesünder“ bei der Verbrennung, da sie weitaus weniger Schadabfallstoffe etwa in Form von Freien Radikalen oder Säuren erzeugen als Glucose.

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