Die Nährstoffbedarfe sind verschieden, das biologische Gepäck nicht!

Was Sie hier erwartet:

  • Erhaltungsbedarf und Leistungsbedarf

  • Vom Jäger zum Ackerbauern: Steinzeit-Ernährung versus moderne Kost


Erhaltungsbedarf und Leistungsbedarf

Die Menschen haben unterschiedliche Nährstoffbedarfe in den unterschiedlichen Lebensphasen und abhängig von ihrer Größe, ihrem Stoffwechsel und ihrem Lebensstil.

Bei einem gestreßtem Manager ist ein höheren Verbrauch an Nährstoffen zu erwarten, als bei einem ausgeglichenen Qi-Gong-Lehrer. Eine werdende oder stillende Mutter ebenso wie ein heranwachsender Jugendlicher benötigen erheblich mehr Nährstoffe als ein gemütlicher Schreibtischhengst, der sich um seinen Arbeitsplatz keine Sorgen machen muß. Auch ältere Menschen, deren Bewegungsleistung verringert ist, haben spezielle Anforderungen an eine Altersernährung, die Geriatrie.

Auf den folgenden Seiten soll über den unterschiedlichen Erhaltungsbedarf hinaus, also das was wir täglich zum Erhalt unserer körperlichen Grundfunktionen (Organtätigkeit, Wärmeerhalt, Grund-Bewegung) benötigen, vor allem auch über den jeweiligen Leistungsbedarf informiert werden.

Der jeweils individuell erforderliche Leistungsbedarf dagegen bestimmt die Nährstoffmenge, die wir benötigen, weil wir einen bestimmten Lebensstil führen (Aktivitäten, Leistungssport, Streßbelastung, gesundheitliche Vorsorge) oder uns in einem bestimmten Lebensalter oder Lebensabschnitt befinden. Z.B. während der Schwangerschaft, der Stillzeit, als heranwachsender Jugendlicher, als Erwachsener oder als Senior.

Trotz der Unterschiede im Nährstoffbedarf aber ist die biologische Basis seit Jahrmillionen die gleiche. Obwohl also jedes Individuum über ein eigenes Nährstoff-Umfeld verfügt und unterschiedliche Nährstoffmengen braucht, benötigen wir alle die gleichen Nährstoffe: Proteine, Fette, Kohlenhydrate und Vitalstoffe (Vitamine, Mineralien, Spurenelemente, sekundäre Pflanzenstoffe, Enzyme).


Vom Jäger zum Ackerbauern: Steinzeit-Ernährung versus moderne Kost

Die Ernährung unserer Urahnen war wesentlich reicher an Vitaminen, Mineralien, Spurenelementen und essentiellen Fettsäuren sowie vor allem reicher an Proteinen. Das lag zum einen an der naturnahen Aufnahme dieser Nährstoffe: reif und nährstoffdicht. Zum anderen am sofortigen Verzehr von Früchten, Wurzeln, Beeren und Gemüsen oder frisch erlegtem Wild, aufgrund des Mangels an Kühlmöglichkeiten.

Als Jäger und Sammler haben sie außerdem weitaus mehr Zeit im Freien zugebracht und mehr Bewegung gehabt als der moderne Stubenhocker und Autofahrer. Ergebnis: bessere Vitamin-D-Bildung durch die Sonneneinwirkung auf die Haut, eines bessere Sauerstoffaufnahme, Herz-Kreislauf-Tätigkeit, Darmtätigkeit und eine stärkere Stimulierung des Stoffwechselsystems insgesamt.

Verglichen mit unserer heutigen Nahrung nahmen unsere Vorfahren das Drei- bis Vierfache an Kalzium und Magnesium, das Sechsfache an Vitamin C und erheblich mehr Ballaststoffe, Vitamin E und Zink zu sich. [Burgerstein, 2007:36]

Friedrich Reuss, vereidigter Sachverständiger in Ernährungsfragen schreibt über die Altsteinzeitliche Erforschung der Ernährung ironisch zum Nährstoffgehalt unserer Vorfahren: „Eine Nahrungsergänzung, die nur die Mikronährstoffe einer einzigen Steinzeit-Mahlzeit enthält, wäre nach derzeitiger Sicht von Behörden bereits ein apothekenpflichtiges Arzneimittel …“ [BioPress 27/01]

Wir dagegen stehen vor dem Scherbenhaufen einer hoch industrialisierten Landwirtschaft: massive Nährstoffeinbußen in der durch Zucht degenerierten und intensivwirtschaftlichen Massenproduktionen von Pflanzen ebenso wie von Tieren. Weit entfernt von artgerechter Aufzucht werden weltweit gequälte Kreaturen zu ernährungsphysiologischen Zeitbomben in unserem Stoffwechsel: Durch eine unnatürliche Körperzusammensetzung ernähren sie uns nicht mehr, sondern belasten uns an der Spitze der Nahrungskette mit einer Unzahl an ungesunden Stoffen: Hormoncocktails, Antibiotika- und Streßrückständen.

Als ob das alles noch nicht genug wäre. Für das „moderne“ Dicksein sind vor allem die negativen langfristigen Folgen im Übergang vom Jäger zum Ackerbauern verantwortlich: Unsere Spezies ist im Jahrmillionen währenden Anpassungsprozeß von Natur aus nicht auf dieses geringe Maß an Bewegung eingerichtet. Vor allem aber nicht an das durch Kochprozesse nährwertarme Essen mit enormen Lasten an schnellen Zuckern, zu hohem Salzkonsum und bis heute mehr als 500 chemischen Lebensmittelzusätzen.

Konzentrierte Kohlenhydrate (Auszugsmehlprodukte, raffinierte Zucker, aber auch polierter Reis) liefern nicht nur vergleichsweise wenig substanzielle Nährstoffe, sie sind zudem wahre Vitalstoffräuber.

All das spiegelt sich auch in unseren Überlegungen zum archaisch-biologischen Gepäck wider, das uns eben herzlich wenig vom Urmenschen unterscheidet: Energie-Bilanz-Zyklus, Stickstoffbilanz-Zyklus und Säure-Basen-Haushalt. Sie liegen unserem ganzheitlichen Stoffwechselprogramm dr. reinwald metabolic regulation® zugrunde.

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